Wohnheime gehören abgeschafft

In Wohnheimen werden Menschen mit Behinderung als Geiseln gehalten. Das funktioniert, weil Angehörige, die Öffentlichkeit, Betreungspersonal und Pflegepersonal, außerdem Führungspersonal der Heimeinrichtung auf verschiedene Weise auf Menschen mit Behinderung sehen. Menschen mit Behinderung liefern Geld (Re-Finanzierung), kosten Zeit, funktionieren nicht in normalen Zusammenhängen, machen ratlos, fordern heraus, können leicht abgeschoben werden. Die Folge für Menschen mit Behinderung in Wohnheimen ist, dass sie dank Erlernter Hilflosigkeit aufgeben. Das macht das Leben für alle Beteiligten einfacher, außer für die, die diese Art zu Leben für menschenunwürdig halten.

Konflikte können nicht gelöst werden, weil die Strategie in der Suche nach Schuldigen und der entsprechenden Bestrafuung derselben besteht. Das System funktioniert weiter. Es wird von der Öffentlichkeit nicht in Frage gestellt, aber von Behindertenverbänden und deren Sympathisanten.

So sieht die Aufgabenstellung aus, liebe Öffentlichkeit:

https://www.saechsische.de/plus/wohnheim-fuer-beduerftige-wird-aufgeloest-et-74-3076007.html

Diese Probleme müssen alle auf Dauer gelöst werden:

  • Wohnraum für menschenwürdiges Leben schaffen
  • Hilflose begleiten
  • Personal schulen, begleiten und bezahlen
  • „Nichts über uns ohne uns“
  • Kein Wohnheim ohne Quartiersarbeit
  • Kein Leitbild ohne Überprüfung der Sinnhaftigkeit
  • Neuausrichtung der Heimaufsicht: unabhängig, durchsetzungsfähig, transparent, wirkmächtig

Wir können wieder in die Kirche, aber

Alle? Nein, natürlich nicht alle.

Sie meinen, es läge an den Abständen? Ja, natürlich. Wir müssen uns anmelden, damit die Übersicht behalten werden kann. Aber viel dramatischer:

Es ist uns nicht gelungen, in der Zeit des Lockdowns die Bänke in unseren Kirchen durch Stühle auszutauschen (wenigstens einen Teil). Darum kann Herr X (Rollstuhlfahrer) nicht in die Kirche. Denn er kann natürlich nicht einfach am Rand stehen, wo er immer gestanden hat. Da müssten alle an ihm vorbeidrängeln (wie sie es immer getan haben).

Schade.

Schade ist auch, dass Herr X als Rollstuhlfahrer zwar zur Werkstatt und zurück mit einem ungeimpften Taxifahrer unterwegs ist, der ihn aus dem Wagen und hinein bringt, aber leider, leider kann ein ungeimpfter Taxifahrer ihn nicht in die Kirche bringen. Denn ein besorgter Verantwortlicher im Team des Wohnheimes (Sie erinnern sich: Heime sind kein Zuhause) möchte Herrn X nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen so kurz vor der Impfung (denn in diesem Monat werden alle geimpft).

Wirklich schade.

Übrigens habe ich jetzt eine Bescheinigung meines Arbeitgebers, dass ich als Seelsorgerin tätig bin. Die Stadt, in der ich wohne, ist für die Impfung nicht zuständig. In der Stadt meines Arbeitgebers kann ich mich nicht registrieren, weil ich da nicht wohne. Wenn ich denen jetzt noch erzähle wo ich arbeite, wird es ganz kompliziert. In dem Fall müsste ich 3 Stunden mit Bus und Bahn zum Impfzentrum und 3 Stunden wieder zurück. Aber es ist so schon sehr schade.

Asche

Aschermittwoch.

Ein Impuls mit Videos von Sonja Töpfer.

Zwei Menschen, mit Asche überstreut.

Immer neu.

Wir denken nach.

Asche auf dem Kopf und überall.

Alles ist vergänglich, aber alles hat auch mal angefangen.

Heute denken wir nach.
Ist alles gut, so wie es ist?
Mir gehen Gedanken durch den Kopf.

Ich atme ein, ich atme aus.

Heute habe ich Zeit für Asche, Nachdenken und Atmen.

Heute beginnt die Vorbereitung auf das größte Fest: Ostern!

Christlicher Ableismus?

Bitte lesen, drüber nachdenken, mit anderen austauschen und handel,

@schaumbuergerin

Ein Foto von einem bunten Gehstock. Die Überschrift lautet "Christlicher Ableismus?" Darunter sind bunte Sprechblasen:
"Ich bete für dich!"
"Also bisher hat das niemand gebraucht..."
"Krass, dass du trotzdem Pastorin werden willst!"
"Sind wir nicht alle ein bisschen behindert?"

Wir glauben, dass Menschen einen Wert haben und von Gott geliebt sind, unabhängig von ihrer Leistung. Diese Einstellung wendet sich damit auch gegen jede Form des Ableismus. Eigentlich ganz einfach, oder?

Ableismus ist eine Form von Diskriminierung, die sich gegen Menschen mit Behinderung (MmB) oder chronischer Krankheit wendet. Beispiele sind fehlende Barrierefreiheit, diskriminierende Sprache, positive und negative Vorurteile. Ableismus hat viele Ausprägungen und ist noch deutlich unbekannter als es zB Rassismus ist.

In der Bibel finden wir sehr negative Beschreibungen von Krankheit. Häufig wurde sie mit Strafe assoziert, man distanzierte sich von Betroffenen, sie lebten isoliert oder in Abhängigkeit. Es lassen sich aber auch andere Stellen und Auslegungen entdecken. Ich denke an Mose und das schwere Sprechen oder an Jesu Wundmale. Ich denke an Heilungsgeschichten, in denen Jesus den Blinden fragt: „Was willst du, dass ich für dich tue?“ und ihn entscheiden lässt…

Ich habe vier Beispiele gesammelt von Ableismus…

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Podcasts auf Spotiy

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Dieser Link führt zu einer Podcastfolge mit dem Titel „Inkusion“ von Anna Mateur

Sehr beeindruckend in diesem kruzen Beitrag dieser Aufruf der Lehrerin, die Jenny in den 3. Stock zu bringen, weil sie doch Physik hat und warum sich immer die gleichen Mitschüler melden … und immer wieder der Aufruf, weil sich nicht genügend Freiwillige melden.

Wenn Schulen und überhaupt öffentliche Gebäude ordentlich gebaut würden, wären Menschen mit Behinderung kein Störfaktor.

Inklusion im Bistum Essen

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